284. Vorbericht

Nachlass von Stoll zu Wespach & Kunst des XX. Jhs. aus Galerieauflösung

Die 284. Auktion am Freitag, 19. Juni bei K&K Auktionen in Heidelberg zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot von Porzellanen, Glas, Silber und Waffen aus, die aus mehreren Nachlässen stammen, allen voran aus dem Nachlass des Richard-Erich von Stoll zu Wespach.
Es sind zahlreiche Porzellanplastiken und -gruppen, Leuchter, Prunkvasen, Zierporzellan und Service des 18.-20. Jhs. der Manufakturen Meißen, Nymphenburg, KPM, Vincennes, Sèvres, Wien, Herend, Royal Copenhagen, aber auch Sitzendorf, Volkstedt, Doccia dabei, u.a. ein Paar Porzellan-Deckelvasen, wohl Vincennes, 18. Jh. (Taxe: 2500-3000,-/ Limit: € 550,-), ein Paar Porzellan-Jahreszeiten-Kandelaber, Kgl. Meißen, 1860-1900, 1. Wahl (Taxe: € 3500-4500,-/ Limit: € 800,-) und eine große Porzellanplatte mit Darstellung des “Gottfried von Bouillon vor den Fürsten” im Alt-Wiener Stil, um 1900 (Taxe: € 1200-1500,-/ Limit: € 450,-). Beim schönen alten Silber ist u.a. ein großer Heißwasserkessel auf Rechaud, Silber, William & Patrick Cunningham, Edinburgh, 1813 (Taxe: € 1800-2200,-/ Limit: € 1100,-) und die Glaskaraffe mit Silbermontur des Hofjuweliers Carl Friedrich Heisler, Mannheim um 1890/ 1900 (Taxe: € 300-400,-/ Limit: € 90,-) zu erwähnen.
Aus einer Galerie-Auflösung und weiteren privaten Sammlungen stammt die Kunst des 17.-20. Jhs, viele prominente Namen sind dabei. Um nur die wichtigsten zu nennen: Karel Appel, Kopf, Acryl von 1976 (Taxe: € 5000-7000,-/ Limit: € 1900,-), eine Flusslandschaft mit Schäferpaar in Öl von Albert Cuyp oder Werkstatt/Umkreis, 17. Jh. (€ 5000-6000,-/ Limit: € 750,-), zwei Bronzeplastiken von Giuliano Pedretti, ein Frauenkopf von 1970 und ein

galoppierendes Pferd von 1971 (Taxen: € 2500-5000,-/ Limits: € 600,-/ € 900,-), Pablo Picasso, “Le Clown et l’Harlequin”, signierte Farblithographie (Taxe: € 7000-8000,-/ Limit: € 1900,-) sowie der Terrakottakopf von Wilhelm Loth um 1950, ein Geschenk des Künstlers an seinen Lehrer, den Bildhauer Fritz Schwarzbeck an der Kunsthochschule Darmstadt zum 80. Geburtstag 1982 (Taxe: € 2200,-/ Limit: € 750,-). Dazu ein kleines Schmankerl: ein reich gefülltes Album einer gewissen Laura Morris ab dem Jahre 1839 mit 40 farbigen, teils handkolorierten u. über 70 s/w-Graphiken, u.a. Rembrandt, “Abraham Francen” (um 1656/60), Radierung (B.273., VIII. Zustand) (Taxe € 2800-3000,- / Limit € 450,-)

Für Photographie-Sammler seien mehrere Schwarzweiß-Abzüge von Toni Schneiders aus Jugoslawien, vom Watt und Meer u.a. um 1950-1965 hervorzuheben (Taxen: € 700-1700,-/ Limit: € 20,-). Auch Uhrensammler kommen diesmal wieder auf ihre Kosten, neben zahlreichen Pendulen sind Carteluhren, ein seltenes Schwarzwälder Sorg-Ührchen aus der Mitte des 19. Jhs. (Taxe: € 500-600,-/ Limit: € 150,-) und zahlreiche Taschenuhren dabei.
Bei den Möbeln ist ein stattlicher Ausziehtischtisch des Biedermeier, 6 Stühle sowie ein Spiegel (Taxen: € 250-700,-/ Limits: € 70-250,-), ferner ein neunteiliges Bürgerzimmer der Sezession um 1910/15 in Mahagoni-Furnier mit Tisch, drei Stühlen, Halbvitrine, Kommode und Regalen (Taxe: 3000-3500,-/ Limit: € 900,-) zu erwähnen. Dazu passend ein Kommodensekretär der Sezession von Julius Groschkus, Berlin um 1910/15 (Taxe: € 600-800,-/ Limit: € 190,-).
Für schlechte Zeiten immer bewährt: eine schwere „Armada“-Eisentruhe oder „Kriegskasse“ aus Schmiedeeisen, Nürnberg 17. Jh. (Taxe: € 1500-2000,-/ Limit: € 500,-), die notwendigen Goldmünzen und schönen Schmuck können Sie dazu ersteigern! Zum Schutz der Truhe empfehlen wir besonders sammelwürdige Pistolen, u.a. eine Prunkpistole, wohl flämisch um 1700, mit feiner barocker Ornamentik und Maskarons (Taxe: 1000-1200,-/ Limit: € 350,-) oder eine der historischen Stichwaffen aus der umfangreichen Degen- und Schwertersammlung…

Auktion am Freitag, 19. Juni 2020. Ab 29. Mai 2020 kann der Online-Katalog auf unserer Homepage abgerufen werden (www.auktionen-in-heidelberg.de). Die Vorbesichtigung findet voraussichtlich vom 13. bis 18. Juni 2020, möglicherweise nur mit vorheriger Anmeldung statt und unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen nach Vorgabe des Landes Baden-Württemberg.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Yasemin Tuna-Nörling
K&K Auktionen in Heidelberg
Rischerstraße 3
69123 Heidelberg
06221-840840
tuna-noerling@auktionen-in-heidelberg.de