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Los Nr. 531 | A304

0531-Heinrich Zille, Frau im Kleid, Kohlezeichnung, gerahmt

€ 80
€ 200-250
Heinrich Zille, Frau im Kleid, Kohlezeichnung, gerahmt Heinrich Zille, 1858 Radeburg - 1929 Berlin, Fröhliche Frau im Kleid, wohl Marktfrau, Kohlestift/Papier, 13,5 x 8 cm, unter P.p. und Glas gerahmt Zum Künstler: Um die Wende zum 20. Jahrhundert begann Heinrich Zille Szenen aus der proletarischen Unterschicht als Sujet zu entdecken. Zille fand sein „Milljöh“ in den Hinterhöfen der Mietskasernen, Seitengassen und Kaschemmen der Arbeiterviertel. 1907 wurde Zille deswegen von der Photographischen Gesellschaft, wo er bislang gearbeitet hatte, entlassen. Den Fünfzigjährigen traf dies hart: Er war verbittert, empört und zutiefst bestürzt. Freunde Zilles, die Künstler waren, insbesondere Paul Klimsch, aber auch Max Liebermann, sahen seine Entlassung gelassen bis optimistisch, glaubten sie doch an das künstlerische Potential Zilles. Es sollte eine Zeit dauern, bis Zille begriff, dass er sich hier an der Schwelle zu einem völlig neuen Lebensabschnitt befand: weg vom jahrzehntelangen Werkstattleben hin zum wahren Leben draußen vor der Haustür. Heinrich Zille begann erst nach seiner Entlassung als freier Künstler zu arbeiten und fand nun den für ihn so typischen Duktus, der, mit seinen berlinerischen Texten, Kurzgeschichten und Bonmots versehen, seine Zeichnungen so originell machte. Mittlerweile war der „Pinselheinrich“, wie er liebevoll genannt wurde, in Berlin kein Unbekannter mehr und genoss bereits einen gewissen Ruhm als virtuoser Porträtzeichner. Zilles Arbeiten stießen mit ihrer spöttischen Sozialkritik an der Wilhelminischen Zeit nicht immer auf Gegenliebe.
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