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Los Nr. 196 | A306

0196-Otto Hettner, „Frühlingsfest“, Eitempera, großformatiges, impressionistisches Hauptwerk von 1905, ausgestellt bei der Berliner Secession 1906 und Im Kunstsalon Emil Richter, Dresden, im originalen Goldstuckrahmen. Wiederentdeckung aus altem badischem Privatbesitz, beil. Kopie des Kataloges der elften Ausstellung der Berliner Secession mit Beschr. & Foto des Werkes

€ 1500
€ 4500-6000
Otto Hettner, "Frühlingsfest", Eitempera, großformatiges, impressionistisches Hauptwerk von 1905, ausgestellt bei der Berliner Secession 1906 und Im Kunstsalon Emil Richter, Dresden, im originalen Goldstuckrahmen. Wiederentdeckung aus altem badischem Privatbesitz, beil. Kopie des Kataloges der elften Ausstellung der Berliner Secession mit Beschr. & Foto des Werkes Otto Hettner, 1875 - Dresden - 1931, deutscher impressionistischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Professor an der Akademie der bildenden Künste in Dresden, hier: "Frühlingsfest", vielfigurige Szene in toskanisch-mediterraner Landschaft mit antikisierenden Bauten. Im Vordergrund wird ein alter, mit einem Blumenkranz geehrter Mann in einem Kahn von einem jungen, nackten Mann gerudert, am Bug ein stehender Frauenakt sowie ein weiterer unbekleideter Mann. In der Mitte tanzen und musizieren eine große Gruppe nackte und leicht bekleidete Frauen und Männer. Mischtechnik (laut rücks. Beschriftung: "Tempera: Eigelb, Mohnöl, etwas Essig und Wasser - Firniss: Mastix in Terpentinöl mit etwas Copaidaöl") auf Eternitplatte, 120 x 180 cm, r. u. sign. u. dat. 1905, verso alter Originalaufkleber der "Secession Berlin 1906" mit der No. 489 sowie Originalaufkleber des "Kunstsalon Emil Richter, Dresden" mit der No. 393. Bei der Secessions-Ausstellung Berlin 1906 waren vertreten: Max Liebermann, Walter Leistikow, Lovis Corinth, Max Slevogt, Hans Baluschek, Lesser Ury, Käthe Kollwitz u.a., im Originalrahmen, aus altem badischem Privatbesitz. Lit. Secession Katalog 1906, S. 20, 84 https://archive.org/details/katalogderausste1119berl Zum Künstler: Otto Hettner studierte ab 1893 bei Robert Poetzelberger an der Kunstschule Karlsruhe, ging 1895 an die Académie Julian und lebte von 1896 bis 1903 in Paris als freier Künstler. Er vermittelte 1897 über die Galerie Ernst Arnold in Dresden den Verkauf grafischer Arbeiten von Edvard Munch, dessen Pariser Atelier er während Munchs Abwesenheit 1903 und 1904 betreute. Von 1904 bis 1911 lebte Hettner in Florenz, 1913 zog er mit seiner Familie nach Berlin-Charlottenburg, sein Atelier befand sich in der Kurfürstenstraße Berlin-Tiergarten. Im Ersten Weltkrieg, er war nach schwerer Tuberkulose-Krankheit vom Militär entlassen worden, folgte Hettner einer Berufung an die Akademie der bildenden Künste in Dresden. 1916 war er im Vorstand der Freien Secession, im Jahr darauf wurde er Leiter des Aktsaals der Akademie der bildenden Künste, wo er von 1918 bis 1927 als Professor und zeitweise als Präsident wirkte. Werke Hettners galt den Nazis als „entartet“. 1937 wurden in der Aktion „Entartete Kunst“ 15 seiner Arbeiten aus der Kunsthütte Chemnitz, dem Städtischen Kunst- und Gewerbemuseum Dortmund, dem Museum für Kunst und Kunstgewerbe Stettin, dem Schlossmuseum Weimar, der Nationalgalerie Berlin und der Städtischen Kunsthalle Mannheim beschlagnahmt. Stilistisch bewegte sich Otto Hettner in einem hochdynamischen Umfeld, das vom Impressionismus, Symbolismus, Neo-Impressionismus und dem Expressionismus geprägt war. Obwohl er zu Lebzeiten eine treibende Kraft der frühen Moderne war und ein vielseitiges Gesamtwerk von rund 4.300 Arbeiten hinterließ, wurde sein Schaffen durch spätere Konfiszierungen und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs stark dezimiert und ist heute in der Forschung weitgehend übersehen. Heute sind seine seltenen verbliebenen Arbeiten nur noch in wenigen öffentlichen Sammlungen zu finden. Insofern kann das hier angebotene Werk als eine ganz besondere Rarität und als kunsthistorische Entdeckung bewertet werden. (kein Versand mit DHL, Kunstspedition empfohlen)
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