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Los Nr. 373 | A306

0373-Anatoly Putilin (Анатолий Путилин), “Erinnerungen an Japan” (Воспоминания о Японии) & Ohne Titel (Без названия), zwei Ölgemälde von 1978

€ 120
€ 800-900
Anatoly Putilin (Анатолий Путилин), "Erinnerungen an Japan" (Воспоминания о Японии) & Ohne Titel (Без названия), zwei Ölgemälde von 1978 Anatoly Putilin, *1946 - lebt und arbeitet in Frankreich, bekannter russischer Maler und wichtiger Vertreter der nonkonformistischen sowjetischen Kunstszene, insbesondere der sogenannten Gaza-Newski-Kultur (Gazanevshchina), hier: Ohne Titel, Öl/Lw., 55 x 48 cm, verso sign. u. dat. 1978 & "Erinnerungen an Japan", Öl/Lw., 72 x 52 cm, verso sign., bez. u. dat. 1978 Zum Künstler: Anatoly Putilin erlangte Bekanntheit als Teilnehmer der ersten legendären Untergrund-Ausstellungen in Leningrad der 1970er-Jahre, bei denen Künstler verbotene abstrakte Kunst präsentierten. In seinen frühen Ausstellungen im Leningrader Newski-Kulturpalast zeigte Putilin erstmals seine berühmten „Ovoide“ - räumliche und spirituelle Abwandlungen der Ovalform, die über Jahrzehnte hinweg sein zentrales Motiv blieben. Gemeinsam mit Künstlern wie Leonid Borissow und Jewgeni Michnow-Woitenko sprengte er die Grenzen der traditionellen sowjetischen Kunstkategorien durch radikal abstrakte Arbeiten. Im Ausland berühmt wurden diese Künstler durch Ihre Weigerung, im Stil des staatlich verordneten Sozialistischen Realismus zu malen. Anfang der 1980er-Jahre musste Putilin dann nach Frankreich emigrieren, wo er seine künstlerische Arbeit fortsetzte. Als Gaza-Newski-Kultur wird eine bedeutende Kultur- und Kunstbewegung von Nonkonformisten in der Sowjetunion der 1970er-Jahre bezeichnet. Die Bewegung entstand aus zwei wegweisenden, von der sowjetischen Obrigkeit mühsam abgetrotzten Ausstellungen, 1974 im Kulturpalast „Iwan Gas“ (Dom Kultury Imena Gasa, benannt nach dem sowjetischen Revolutionär Iwan Gasa) & 1975 im Newski-Kulturpalast (DK Newski).
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