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Los Nr. 880 | A306
0880-Drei silberne “Tupu”, Gewandnadeln in Form von Löffeln, Statussymbol der indigenen Andenvölker Südamerikas und Ausdruck kultureller Rebellion, 18./19. Jh.
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€ 250-300
€ 250-300
Drei silberne "Tupu", Gewandnadeln in Form von Löffeln, Statussymbol der indigenen Andenvölker Südamerikas und Ausdruck kultureller Rebellion, 18./19. Jh.
"Tupu" oder "Tupo" waren traditionelle Nadeln zur Befestigung der Überwürfe, getragen von den Frauen der Mapuche, der indigenen Bevölkerung in Chile oder Peru, die langen nadelförmigen Griffe der "Löffel" wurden zu späterem Zeitpunkt wieder zu Löffelgriffen umgebogen, Gew. zus. 130 g, L ca. 13 - 15 cm
Nach den großen indigenen Aufständen in den 1780er Jahren (Túpac Amaru II. u.a.) verbot die spanische Kolonialmacht traditionelle Kleidung und die Symbole der Inka. Einheimische Frauen tarnten ihre Gewandnadeln, indem sie den Nadelkopf wie einen alltäglichen europäischen Silberlöffel aussehen ließen, für die spanischen Kontrolleure ein europäisches Accessoire, für die indigene Bevölkerung ein Symbol des stillen Protests und des Überlebens ihrer Identität. Oft verwendeten einheimische Silberschmiede tatsächliche europäische Silberlöffel, schmiedeten den Stiel des Löffels zu einer langen Nadel und verzierten die Laffe. So entstand ein wertvolles Schmuckstück aus vorhandenem Material.
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