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Los Nr. 637 | A306
0637-Otto Carus, Palast von Niederländisch-Indien auf der Weltausstellung Paris 1889 oder 1900, Aquarell in Originalrahmung
€ 90
€ 250-400
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Otto Carus, Palast von Niederländisch-Indien auf der Weltausstellung Paris 1889 oder 1900, Aquarell in Originalrahmung
Otto Carus, 1862 - 1945, deutscher Architekt, ab 1892 Professor an der herzogl. Baugewerbe- und Handwerkerschule in Gotha, hier: Palast von Niederländisch Indien, Weltausstellung Paris 1889 oder 1900, Aquarell, 38 x 22 cm, r. u. sign., unter altem P.p. im Rahmen des 19. Jhs.
1. Bei der Weltausstellung in Paris 1889 bildete die Repräsentation von Niederländisch-Indien (dem heutigen Indonesien) einen der spektakulärsten Publikumsmagneten der gesamten Ausstellung. Obwohl die niederländische Regierung die offizielle Teilnahme an der Weltausstellung aus politischen Gründen boykottierte, organisierten private Initiativen und Kolonialbeamte eine tief beeindruckende Schau. Das „Kampong Javanais“ (Das Javanische Dorf). Am Ende der Esplanade des Invalides wurde ein komplettes javanisches Dorf (Kampong) detailgetreu aus Bambus und landestypischen Materialien nachgebaut. Es wurden ebenfalls markante religiöse Bauwerke im Kleinformat nachgebaut, darunter ein Modell des berühmten javanischen Tempels Candi Sari.
2. Historisch gesehen war der spektakulärste „Palast“ des indonesischen Archipels auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 zu sehen. Damals trat das Land noch als Kolonie unter dem Namen Niederländisch-Indien auf. Für die Ausstellung wurde ein monumentaler Hybrid-Nachbau indonesischer Tempel- und Palastarchitektur (insbesondere javanische Einflüsse) errichtet. Dieser Pavillon gehörte zu den meistfotografierten ethnischen Prachtbauten der damaligen Belle-Époque-Messe.
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