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Los Nr. 751 | A305

0751-Joseph Vietze, Idyllische Alpenlandschaft bei Berchtesgaden, Ölgemälde gerahmt

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Joseph Vietze, Idyllische Alpenlandschaft bei Berchtesgaden, Ölgemälde gerahmt Josef Vietze, 1902 Obergrund, Bezirk Rumburg, Nordböhmen - 1988 Bischofswiesen, tschechisch-deutscher Maler und Graphiker, hier: Idyllische Alpenlandschaft bei Berchtesgaden mit einem kleinen Dorf, saftig grünen Wiesen und im Hintergrund aufragenden Bergen, Öl/ Karton, 66 x 52 cm, r. u. sign. u. dat. 1977, gerahmt Zum Künstler: 1929 begann Joseph Vietze sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag (Akademie výtvarných umění v Praze). Schwerpunkt seiner Ausbildung war das Studium an der Spezialabteilung für Grafik bei Heinrich Hönich (1873 - 1957) und später der figuralen Malerei bei Vratislav Nechleba (1885 - 1965).1940 wurde er durch die Protektoratsregierung in Prag zum ordentlichen Professor der Akademie für bildende Künste ernannt. Neben der Lehrtätigkeit - mit einer Unterbrechung (Einzug zur Wehrmacht 1943 als Kriegsmaler in die Ukraine) - entstanden bis 1945 zahlreiche Ölgemälde, Grafiken und Aquarelle. Der Verbleib der meisten Arbeiten im heutigen Tschechien ist derzeit nicht mehr zu eruieren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Vietze, wie viele deutsche Professoren, interniert und im Gefängnis Pankrác zu Zwangsarbeit verpflichtet. Es war dem persönlichen Einsatz seines früheren tschechischen Lehrers an der Akademie, Vratislav Nechleba zu verdanken, dass er nach Monaten entlassen wurde. Joseph Vietze und seine Familie wurden aus der Tschechoslowakei ausgewiesen. Nach mehreren Stationen in Westdeutschland kamen sie schließlich nach Bayern und dort ins Berchtesgadener Land. Bewerbungen um eine Stelle an einer Kunstakademie scheiterten und so musste Vietze selbständig tätig werden. Es folgte die Zeit mehrerer guter Portraitaufträge (Rektoren der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und RWTH Aachen), sowie Personen des öffentlichen Lebens, die zu einem deutlichen Aufschwung führten. 1949 trat er der neu gegründeten Münchner Künstlergenossenschaft bei. Bis Anfang der 1980er Jahre war Vietze in München regelmäßig bei den Jahresausstellungen im Haus der Kunst vertreten. 17 Jahre lang war er Vorsitzender des Berchtesgadener Künstlerbunds, Ausstellungen in Traunstein und in der Torhalle auf der Fraueninsel im Chiemsee beschickte er zudem häufig mit seinen Werken. In seiner neuen Heimat in Bayern änderte sich sein Stil noch mehr zu realistischer, naturalistischer Ausführung.
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